Die Kunst des Journalismus: Phantasievoll und farbig formulieren

Schreibwerkstatt

„Die Kommission zur Begutachtung der Auswirkungen des neuen Gesetzes zur Bekämpfung der Scheinselbständigkeit hat ihre Arbeit aufgenommen.“ Mit einem Seufzer faltet Ludmilla Leser ihre Zeitung zusammen und legt sie in die Ecke: „Wieder mal total langweilig!“
Viele Leserinnen und Leser sind mit ihrer Zeitung unzufrieden, weil ihnen die trockene und wenig mitreißende Schreibe nicht gefällt. Wie aber können Journalisten ihr Publikum erreichen? Wie können Zeitungsmacher ihr Produkt interessant und zugleich informativ gestalten? Wie schreibt die Redaktion ihre Geschichten „farbig“?

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„Katastrophenjournalismus“ nach seinem Absturz mit 4u9525: Der Journalismus ist eine Katastrophe

Hintergrund

„Katastrophenjournalismus“ ist ein wunderbares Wort. Es bezeichnet den derzeitigen Zustand des Journalismus sehr treffend: Die Berichterstattung über den Absturz des Flugs 4u9525 von German Wings in vielen Zeitungen, Radio- und Fernsehsendern war eine einzige Katastrophe.
Wenigstens ist in den Medien eine selbstkritische Debatte darüber entbrannt. Doch gerade hier gewinnt der Begriff „Katastrophenjournalismus“ mitunter einen merkwürdigen Beigeschmack, als gebe es „normalen“ Journalismus und eben „Katastrophenjournalismus“.