Nachrichtenwert: Aktualität, Nähe, Prominenz, Ausmaß und Konflikt

Schreibwerkstatt

Über den Nachrichtenwert lässt sich trefflich streiten. Letztlich ist die Einschätzung immer subjektiv, was jemand für berichtenswert hält. Dennoch gibt es einige Kriterien, die auf den Nachrichtenwert eines Ereignisses hindeuten.

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Angeblich gleichgeschaltet und „Lügenpresse“: Journalismus braucht Glaubwürdigkeit

Hintergrund

Einer der oft wiederholten Vorwürfe gegen Medien ist die Behauptung, sie seien

gleichgeschaltet. In fast allen Medien sei immer das Gleiche zu lesen. Zudem verbreiteten sie ein holzschnittartiges Weltbild, worin Russland und sein Präsident Vladimir Putin „böse“ und Präsident Barack Obama sowie die Vereinigten Staaten von Amerika „gut“ seien.

Postfaktisch populistisch: Professionelle journalistische Arbeit statt amtlichem Abwehrzentrum

Hintergrund

Ein Abwehrzentrum gegen Fake News plant das Bundesinnenministerium laut Presseberichten von 23. Dezember 2016 angeblich, um eine Manipulation der Bundestagswahl 2017 zu erschweren. US-amerikanische Geheimdienste werfen den russischen Präsidenten Vladimir Putin vor, er habe die Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) am 8. November 2016 durch gezielte Falschmeldungen und die Veröffentlichung heimlich abgezapfter Daten zugunsten von Donald Trump manipuliert. Nun fürchten Behörden, Politiker und Medien, Ähnliches könnte auch bei der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag im September 2017 geschehen.

Fluch 4u9525: Absturz des Journalismus nach Totschweigen des Problems Suizid

Hintergrund

Medienschelte ist zur Zeit schwer in Mode. Sie ist wohlfeil und häufig völlig losgelöst von jeglicher Kenntnis der realen Bedingungen in den Medien. Die schlimmsten Auswüchse gipfeln in dem Wort „Lügenpresse“ und einem geradezu hysterischen Hass auf alles, was sich „Medien“ nennt.
Selbstkritik der Journalistinnen und Journalisten ist allerdings umso wichtiger, als die grassierende Medienschelte reale Aufhänger hat. Zudem kann niemand besser werden, der das eigene Handeln nicht wenigstens hin und wieder kritisch hinterfragt.
Die Diskussion bei der Sendung „Im Gespräch“ auf Deutschlandradio Kultur hat da wohl weniger geholfen, als vielmehr vernebelt. Schließlich waren dort keine Vertreter der sogenannten „Sozialen Medien“ eingeladen, über die aber heftig hergezogen wurde.