Für ein besseres Miteinander im Deutschlandradio: Erklärstücke und neues Leitbild

Hintergrund

„Erklärstücke“ stellte Dr. Eva Sabine Kunz dem Hörfunkrat des Deutschlandradios bei seiner Sitzung am Donnerstag (21. Mai) in Köln vor. Damit ergänzte die Leiterin des Intendantenbüros ihre Ausführungen zur Arbeit der Steuerungsgruppe „Für ein besseres Miteinander im Deutschlandradio“.
Begonnen hatte sie die Vorstellung dieser Arbeit bei der Sitzung des Hörfunkrats am Donnerstag (12. März) in Bremen. Ziel der Steuerungsgruppe ist eine bessere interne Kommunikation innerhalb des Senders. Damit steuert die Intendanz einer Entwicklung entgegen, die offenbar zu erheblichen Irritationen bei der Belegschaft geführt hatte und über die Medienberichte unter der Überschrift „Die Hütte brennt“ veröffentlicht worden waren.
„Erklärstücke“ sind nun kurze Vorträge zu den internen Strukturen des Deutschlandradios. Sie werden den Beschäftigten bei speziellen Veranstaltungen im Haus angeboten.
60 bis 100 Besucher kämen zu diesen Vorträgen, berichtete Kunz. Zusätzlich würden die Folien dazu auch ins hauseigene Intranet eingestellt, wo sie auch rege abgerufen würden.
Ein solches „Erklärstück“ behandelte beispielsweise die Finanzen des Deutschlandradios. Dargestellt wurde, wie viel Geld die Festangestellten kosten, wie hoch die technischen Kosten und die Regiekosten sind und welche finanziellen Zwänge für die Verantwortlichen daraus entstehen.
Viele Mitarbeiter hätten darüber zuvor keinerlei Kenntnis gehabt. Umso positiver seien die Reaktionen auf diese Erklärungen gewesen, berichtete Kunz.
Der Hörfunkrats-Vorsitzende Frank Schildt kann sich vorstellen, auch über den Hörfunkrat ein solches „Erklärstück“ herzustellen. Immerhin nahmen an der öffentlichen Sitzung des Hörfunkrats im Haus des Deutschlandfunks erstmals auch drei Beschäftigte des Senders auf den Publikumsrängen teil.
Ein neues Leitbild für das Deutschlandradio hat Kunz übrigens auch in Arbeit. Seine Erarbeitung und die Kerninhalte stellte Kunz dem Hörfunkrat ebenfalls vor. Allerdings soll das Leitbild zunächst den Beschäftigten bekanntgegeben werden, bevor es auch an die Öffentlichkeit gelangt.
„Respekt“ und „Haltung“ sind zwei Elemente dieses Leitbilds. Die Hörer der Nachtsendung „2254“ hätten sich diese beiden Elemente im Umgang mit ihrer Sendung gewünscht.
Kunz betonte indes, dass das Leitbild nicht den derzeitigen Zustand beschreibe, sondern Ziele der künftigen Arbeit. Die Freunde der Nachtgespräche hoffen nun darauf, dass alle Verantwortlichen vor allem den Respekt gegenüber der Hörerschaft ernst nehmen und die Wiederaufnahme der Nachtgespräche ins Hörfunkprogramm bald in Angriff nehmen.

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