April, April: Vierstündige Nachtsendung für Anrufe beim Deutschlandradio war leider nur ein Scherz

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Ein Aprilscherz war die Testsendung zur Wiedereinführung der Nachtgespräche „2254“im Deutschlandradio. Das haben die meisten Leserinnen und Leser auch sofort erkannt. Leider ist die Sendeleitung nach wie vor nicht bereit, der Hörerschaft den Raum zu geben, den sie bis zum Juli 2014 mit den Nachtgesprächen abwechslungsreich und demokratisch gefüllt hat.
Die Suche nach Musikredakteuren hingegen war keine Erfindung. Gleiches gilt auch für den stundenlangen Absturz der Computer im Funhaus Berlin am 25. Februar 2014.
Zu Herzen nehme ich mir den Hinweis aus der Leserschaft, man solle keine Scherze machen mit dem Thema „rettet2254. Auch wenn ich selbst Humor als eine wichtige Überlebensstrategie gerade im Umgang mit unangenehmen Erlebnissen verstehe, ist mir noch einmal klar geworden, wie viel Trauer und wut manche Menschen empfinden ob des ignoranten Umgangs der Verantwortlichen mit den Nachtgesprächen am Telefon.

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4 Gedanken zu “April, April: Vierstündige Nachtsendung für Anrufe beim Deutschlandradio war leider nur ein Scherz

  1. Warum sucht man denn Musikredakteure? Die Musik kommt dort vom Computer, der trifft seine Auswahl von ganz alleine………..

    1. Lieber Dietmar, Musikredakteure werden gebraucht, um die Sendung „Totart“ oder so ähnlich zu moderieren. Eigentlich nennt man solche Leute „Moderatoren“. Aber die meisten davon sind Toren und lassen sich deshalb lieber „Redakteur“ nennen, weil das etwas teurer klingt. In der Regel stellen sie neue CDs vor und machen damit WErbung. Werbefrei ist Deutschlandradio Kultur jedenfalls nicht. Es gab auch mal einen, der hat stundenlang rumgestammelt und fand das dann auch noch gut. Keinen einzigen klaren Satz hat der die damals noch drei Stunden „Quälart“ herausgebracht! Manche Moderatoren sind aber wirklich Experten auf ihrem Gebiet. Das gilt vor allem für die Bereiche „Weltmusik“ und „Chansons und Balladen“. Die Musikauswahl per Computer scheint in erster Linie in der Sendung „Studio 9“ vorzukommen. Diese Musik ist eines Senders mit dem Namen „Deutschlandradio Kultur“ unwürdig. Wir wollen unsere nächtliche Telefonsendung wiederhaben. Da ist wenigstens Leben drin und Demokratie. Also: #rettet2254 fjh

  2. Einige der Deutschlandradio Kultur Musik- Moderatoren gestalten es schon hörbar live und auf eine persönliche Art, sprechen auch mal die Hörer direkt an. Und was sie alles aufstöbern! Jahrzehnte alte Tonaufnahmen, andere selten gespielte. Vielleicht sind sie wirklich Fans. Ihres musikalischen Stils oder vom Radiomachen mit all seinen Möglichkeiten. Verstehen es als Medium, mit dem man andere Menschen darauf aufmerksam machen kann, dass es etwas gibt, das großartig, interessant oder wichtig ist.

    Den Satz „Die Sendung wurde aus technischen Gründen aufgezeichnet“ kann ich allerdings nicht ausstehen…

    Früher, vor mehreren Jahren, gab es bei den „2254-Gesprächen“ doch nach der alten schönen Eingangsmelodie und der Einleitung ins Thema immer einen Musik-Clip. Dieser war manchmal eine neue Inspiration, manchmal nicht. Während er lief, konnte man das Thema bedenken. Erst mal ganz allein für sich, überlegen, was man darüber wusste, darüber dachte. Dann kamen noch mal weitere Moderatoreninfos, dann die anderen Hörer. Das war ein gemeinsames Erarbeiten, Nachsinnen, also eine wirkliche Debatte. Und entspannend zugleich.

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