„Katastrophenjournalismus“ nach seinem Absturz mit 4u9525: Der Journalismus ist eine Katastrophe

Hintergrund

„Katastrophenjournalismus“ ist ein wunderbares Wort. Es bezeichnet den derzeitigen Zustand des Journalismus sehr treffend: Die Berichterstattung über den Absturz des Flugs 4u9525 von German Wings in vielen Zeitungen, Radio- und Fernsehsendern war eine einzige Katastrophe.
Wenigstens ist in den Medien eine selbstkritische Debatte darüber entbrannt. Doch gerade hier gewinnt der Begriff „Katastrophenjournalismus“ mitunter einen merkwürdigen Beigeschmack, als gebe es „normalen“ Journalismus und eben „Katastrophenjournalismus“.

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Fluch 4u9525: Absturz des Journalismus nach Totschweigen des Problems Suizid

Hintergrund

Medienschelte ist zur Zeit schwer in Mode. Sie ist wohlfeil und häufig völlig losgelöst von jeglicher Kenntnis der realen Bedingungen in den Medien. Die schlimmsten Auswüchse gipfeln in dem Wort „Lügenpresse“ und einem geradezu hysterischen Hass auf alles, was sich „Medien“ nennt.
Selbstkritik der Journalistinnen und Journalisten ist allerdings umso wichtiger, als die grassierende Medienschelte reale Aufhänger hat. Zudem kann niemand besser werden, der das eigene Handeln nicht wenigstens hin und wieder kritisch hinterfragt.
Die Diskussion bei der Sendung „Im Gespräch“ auf Deutschlandradio Kultur hat da wohl weniger geholfen, als vielmehr vernebelt. Schließlich waren dort keine Vertreter der sogenannten „Sozialen Medien“ eingeladen, über die aber heftig hergezogen wurde.

Betriebsausflug nach Bremen: Hörfunkrat tagte am 12. März kaum zweieinhalb Stunden

Hintergrund

Die Öffentlichkeit bestand aus nur drei Personen. Bei der ersten öffentlichen Sitzung des Hörfunkrats am 12. September 2014 in Berlin waren es noch rund zehnmal so viele gewesen.
Aus dem Fenster des Veranstaltungssaals konnte man hinabblicken auf die Weser. Der Hörfunkrat des Deutschlandradios tagte am 12. März 2015 in den Räumen von Radio Bremen. Während draußen die Schiffe langsam den Fluss entlangtuckerten, beeilte sich das Gremium, seine Sitzung in nur zweieinhalb Stunden zu Ende zu bringen.

Glückwünsche an eine starke Stimme bei „2254“: Happy Birthday, Manfred Kirsch

Hintergrund, Petition

Seine Aussprache war meist unscharf und feucht, als wäre er besoffen. Seine Argumente brachte er aber immer klar auf den Punkt. Für die Stammhörer der Nachtgespräche „2254“ auf Deutschlandradio Kultur ist Manfred Kirsch aus Neuwied eine feste Instanz.
Kirsch feiert am 2. März Geburtstag. Das größte Geschenk, das man ihm machen könnte, wäre die Wiederaufnahme der Nachtgespräche ins Programm des Deutschlandradios.