Der Hörfunkrat tagt am 4. Dezember: Noch ein Monat bis zum nächsten Trauerspiel?

Hintergrund, Petition

Die nächste Sitzung des Hörfunkrats beim Deutschlandradio findet am Donnerstag (4. Dezember) in Berlin statt. Engagierte Hörerinnen und Hörer sollten sich dieses Trauerspiel nicht entgehen lassen. Schließlich will das Gremium an diesem Tag über einen Ersatz für die Nachtgespräche „2254“ abstimmen.
Eine lebendige Diskussion über das weitere Vorgehen ist im Hörfunkrat aber nicht zu erwarten. Ebensowenig wahrscheinlich ist, dass die Nachtgespräche am Telefon oder ein vergleichbares Format wiederaufleben werden.
Lohnenswert für die Zuschauer ist die öffentliche Sitzung voraussichtlich nicht. Zumindest bei seiner letzten Sitzung am Donnerstag (12. September) hat sich der Hörfunkrat eher als ein Gremium zum Ab- und Einnicken diskreditiert.
Umso wichtiger ist, dass Hörerinnen und Hörer diesem Gremium auf die Finger schauen. Schließlich soll es ja die Öffentlichkeit vertreten und eine wirksame Aufsicht über den Sender ausüben.
Von alledem war das Deutschlandradio zuletzt weit entfernt. Die handstreichartige Absetzung der Sendung „2254“ und die Ignoranz der Verantwortlichen gegenüber den 3.427 Unterschriften unter die Petition „Nachtgespräche auf Deutschlandradio Kultur retten“ zeugen nicht gerade von besonderer Kundennähe.
Die Beitragszahler indes sollten ihr Recht wahrnehmen und den – derzeit auf verfassungswidrige Weise in den Hörfunkrat entsandten – Vertretern sogenannter „Gesellschaftlicher Gruppen“ auf die Finger klopfen. Alle Verantwortlichen beim Deutschlandradio sollen wissen: So schnell werdet Ihr uns nicht los, und irgendwann werden wir die Mitglieder des Hörfunkrats direkt wählen!

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11 Gedanken zu “Der Hörfunkrat tagt am 4. Dezember: Noch ein Monat bis zum nächsten Trauerspiel?

  1. Eigentlich weiß ich nicht, warum ich überhaupt noch diese blöden Medien habe.
    Vor hundert Jahren war ein Krieg plötzlich da, heute muss man sich täglich Berichterstattung dazu anhören. Dann vielleicht lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende …
    Es sei denn, die europäischen Regierung(en) ringen sich auch mal zu Sanktionen zu diesen Kriegstreiberländern wie Syrien etc. durch. Aber im Gegenteil: Solche Verbrecher wandern auch noch hin und her und werden in Deutschland ausgebildet, wie die Terroristen, die 2001 in die Tower flogen. EINFACH GENIAL – DEUTSCHLAND. Wir haben Platz für alle(s).

  2. Spatz vom Dach, Sie haben vollkommen Recht…. Blöde Medien….. . So wie sie schreiben beziehen sie ihre Einschätzung zu den Kriegen dieser Erde aus den westlichen Medien und diese sind gleichgeschaltet und einseitig. Deshalb ist es wichtig das Gremien zur Aufsicht gewählt werden, denn nur dann kann man auch Sorge dafür tragen, dass die Medungen wahrheitsgemäss und staatsfern vermeldet werden. Propagandafunk braucht kein Mensch.

    1. „2254“ wurde abgeschafft. Am 4. Dezember wird über eine „Nachfolge“ verhandelt. Wahrscheinlich wird dort nichts Befriedigendes herauskommen. Wir brauchen deshalb Gremien, in denen gewählte Repräsentanten der Hörerschaft sitzen und die den Hörerinnen und Hörern rechenschaftspflichtig sind. #rettet2254 fjh

    2. Stefan L., es gilt eine Lücke zu schließen und die Verblödungsmedien wieder zu intelligenten Medien zu machen. Was hier u. A. mit Absetzung von „2254“ noch mehr Platz bekommen hat, ist eine Suppe aus Hetze, Propaganda, Werbung und ansonsten Käffchen aufbrühen, Musik-CD einlegen und Beine auf den Tisch. Das kann ich selber. GEZ zahle ich aber für ordentliche, wahrheitsgemäße und kluge Recherchen und nicht für diesen medialen Schwachsinn. Wenn man dann auch noch über die „Macht der Medien“ vordenkt, kommt man schon in’s Nachdenken.

  3. Zahle ich Gebühren, um mich bei Phoenix, 3Sat, Arte udgl. zu informieren, wie bekomme ich den Blick von außen, wenn diese Sender auch über Bonn und Mainz z. B. gehen? Hoffen wir, dass es der Rundfunkrat richtet und nicht auch gleich abgeschaltet wird, bevor er das überhaupt kann, Herr D. Wolf.

  4. Das neue Programm ist sicher noch nicht ideal, geht aber aus meiner Sicht in die richtige Richtung.
    Den Sendungen muß nur noch „Seele eingehaucht werden“. Heißt, daß in einer Filmsendung auch Filmmusik kommt, in einer Gesprächssendung auf den Studiogast abgestimmte Musik etc.
    Außerdem fehlt mir immer noch ein kabarettistisch/ satirisches Magazin, was auf alle Fälle in ein Kulturprogramm gehört.
    Zum Nachttalk ist zu sagen, er fehlt auch weiterhin. Vielleicht wird ja aus den ursprünglichen Plänen doch noch was, in der Samstagnacht 2-3 Stunden ein ähnliches Format zu bringen. Ich denke, daß Defizit ist von den Verantwortlichen grundsätzlich verstanden worden.
    Ansonsten wird es von dem nächsten Programmdirektor oder Intendanten eingeführt, welcher irgendwann kommen wird.

    1. Hallo, dass die Verantwortlichen verstanden hätten, bezweifle ich nach meinen Gesprächen mti Frank Schildt und Willi Steul doch sehr.Auf den nächsten Intendanten, der vielleicht schon in anderer Funktion an Bord ist, will ich nicht warten. 2254 muss bald wieder her und in der bisherigen Form täglich für eine Stunde! Was die anderen Sendungen beim Deutschlandradio Kultur betrifft, gibt es gute alte und vielleicht auch vereinzelt mal gute neue Angebote. Aber vieles holpert. Keinesfalls hinnehmen will ich, dass der Hörfunkrat als Kontrollgremien so wenig an den Hörerinnen und Hörern interessiert ist. Das muss sich ändern. #rettet2254 fjh

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