Noch 4 Tage Petition #rettet2254: Übergabe am 11. September schon um 10 Uhr!

Petition

es gibt eine wichtige Korrektur zu vermelden: die Übergabe der Petition findet nicht – wie am Montag gemeldet – um 10:30 Uhr statt, sondern bereits um 10 Uhr. Wer Interesse hat, mitzukommen zur Übergabe der Petition „2254 –
Nachtgespräche auf Deutschlandradio Kultur retten“ an den Intendanten Willi Steul und den Hörfunkrat, möge sich bei den Petenten melden unter kontakt.
Der Termin der Übergabe wurde gewählt, weil ab 11 Uhr im Funkhaus Berlin am Hans-Rosenthal-Platz die erste öffentliche Sitzung des Hörfunkrats stattfindet. Das Gremium wird sich u.a. mit den „Erfahrungen und Eindrücken“ des „neuen Deutschlandradio Kultur“ befassen – das dürfte für alle, die in den letzten Wochen die sogenannte Programmreform intensiv verfolgt haben, einen interessanten Einblick ermöglichen. Mehr zur Sitzung:
http://www.deutschlandradio.de/oeffentliche-sitzung-des-hoerfunkrates-von-deutschlandradio.338.de.html?dram:article_id=295903
Für eine Teilnahme bittet das Deutschlandradio um Anmeldungen bis Montag (8. September) an presse.
Noch vier Tage verbleiben bis zum Ende der Zeichnungsfrist am Sonntag (7. September). Unterstützer sollten daran denken, die ausgedruckten Listen rechtzeitig vorher per Post zu schicken an: Humanistische Union
Stichwort: Rettet 2254 Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Str. 4
10405 Berlin
Schneller geht es gescannt an petition@rettet2254.info oder per Fax an +49 32121 134155.
Zwei Mal waren in den letzten Wochen Vertreter der Petition zu Gast in Gesprächen bei unabhängigen lokalen Radio-Initiativen. Hier die Sendungen zum Nachhören:
Über Beteiligung von Hörer/innen im Radio, die Deutschlandradio-Programmreform und die Petition zum Erhalt der 2254-Nachtgespräche sprachen am 14. August Conny Voester und Franz-Josef Hanke im Gespräch mit John Weide beim Radio F.R.E.I. in Erfurt.
http://www.radio-frei.de/index.php?iid=7&ksubmit_show=Artikel&kartikel_id=4735
Thomas Rudek und Holger Rudolph waren am 18. August bei Guido Fahrendholz im DOMINO|TALK auf ALEX Berlin zum Thema „Hörerbeteiligung im Radio“.
http://rettet2254.info/rettet2254-auf-alex-berlin/
Zur Vertiefung finden Interessierte hier einige Leseempfehlungen, mit denen die Diskussion um mehr Demokratie im Radio noch besser geführt werden kann. Der Öffentlich-rechtliche Rundfunk, die Pressefreiheit und der „Public Value“ von Wolfgang Hagen (2014)
Diskutiert werden die Auswirkungen der (verfassungs-)rechtlichen Regulierungen des deutschen Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks im Hinblick auf Veränderungen der Medien durch Faktoren wie EU-Rechtsprechung und Digitalisierung. Hagen kommt u.a. zu dem Schluss, dass die reine „objektivrechtliche Gewährleistung des Bestands und der Entwicklung nur eines Teils der Massenmedien in behördenähnlicher Form“ in Deutschland einer gesellschaftlichen Akzeptanz von Meinungs- und Pressefreiheit als gesellschaftlichem Mehrwert abträglich ist. Ohne diskursive Bewältigung des Medienwandels drohe auf Dauer dem öffentlich-rechtlichen System eine Funktionsunfähigkeit und ein „eigenlogischer Kollaps“.
http://whagen.de/PDFS/7894HagenDerOeffentlichrechtl.pdf Im öffentlichen Auftrag
Selbstverständnis der Rundfunkgremien, politische Praxis und Reformvorschläge von Fritz Wolf (2013)
Diese Studie der Otto Brenner Stiftung gibt mit dem Stand von 2013 einen guten Überblick über Zusammensetzung und Funktionsweisen der Gremien bei den öffentlich-rechtlichen Sendern. Wolf untersucht aktuelle medienpolitische und strukturelle Herausforderungen dieser Kontrollorgane, führte zahlreiche Interviews zum Selbstverständnis der Gremienmitglieder und macht Reformvorschläge: er plädiert für mehr Transparenz, eine deutliche Professionalisierung der Gremienarbeit und bekräftigt die Position des BVerfG, wonach der Einfluss von Parteien und Regierungen auf die Rundfunkgremien reduziert werden muss.
https://www.otto-brenner-shop.de/uploads/tx_mplightshop/AH73_Rundfunk_web.pdf Mogelpackung im WWW?
Wie europäische Medien ihr Publikum online an redaktionellen Prozessen teilhaben lassen von Tina Bettels/Susanne Fengler/Andreas Sträter/Mariella Trilling (2011)
Die Studie untersucht in 12 europäischen Ländern den Umgang von Redaktionen mit der Beteiligung ihres Publikums an redaktionellen Prozessen, die Nutzung von sozialen Netzwerken und anderen Kanälen für Diskussionen und äußere Inputs. Ergebnis der Studie ist, dass trotz zahlreicher neuer Instrumente und Verfahren die untersuchten europäische Medien ihren Nutzern gegenüber immer noch wenig transparent und offen sind und tatsächlicher Dialog selten stattfindet.
http://de.ejo-online.eu/wp-content/uploads/2011/05/Mogelpackung-im-WWW_Wie-europ%C3%A4ische-Medien-ihr-Publikum-online-an-redaktionellen-Prozessen-teilhaben-lassen2.pdf
Andreas Bade: Das Internet als programmbegleitendes Medium des Hörfunks. Historische Entwicklung von Internet, Radio und ihrer Medientheorien. (2009)
Der Autor untersucht in seinem Buch vielfältige Beziehungen zwischen dem Radio und dem Internet. Ein Schwerpunkt seiner Analyse liegt in der Beschäftigung mit den die jeweilige Medienentwicklung begleitenden medientheoretischen Prognosen. Der Nutzung des Internet als programmbegleitendes Medium des Hörfunks widmet Bade eigene Betrachtungen. In einem Exkurs kommen Hörfunkpraktiker vor dem Hintergrund der Radiotheorie Bertolt Brechts zu Wort, ihre Einschätzung darzulegen, das Internet in eine Zweiwegekommunikation einzubinden, die es Radiohörerinnen und -hörern über den interaktiven Dialog ermöglichen würde, Einfluss auf die Gestaltung des Radioprogramms zu nehmen.
Einen Eindruck vermittelt ein Auszug auf „MediaCulture Online“. Diese Seite wird vom Landesmedienzentrum Baden-Württemberg redaktionell betreut.
http://www.lmz-bw.de/nc/medienbildung/bibliothek/buecher-und-texte/autoren-a-z/autoren-single.html?tx_ptlmzmco_ptlmzmco%5Bcontroller%5D=Medium&tx_ptlmzmco_ptlmzmco%5Baction%5D=show&tx_ptlmzmco_ptlmzmcomedium%5BlibraryMedium%5D=1162
Vor allem sollten die Unterstützer jetzt aber noch möglichst viele Unterschriften sammeln unter die http://petition.rettet2254.info.

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