Noch 20 Tage zum Unterschreiben: Viele gute Argumente für die Petition #rettet2254

Petition

Mehr als 3.000 Bürgerinnen und Bürger haben mittlerweile schon die Petition „2254 – Nachtgespräche auf Deutschlandradio Kultur retten“ unterzeichnet. Damit haben sich weitaus mehr Menschen der Forderung nach einem Erhalt der Sendung angeschlossen, als die Initiatoren ursprünglich erwartet hatten.
Allerdings sind weitere Unterschriften nötig, um den Druck auf die Verantwortlichen beim Deutschlandradio noch zu erhöhen. Bis Sonntag (7. September) können Befürworter der Demokratie im Radio sich dem Anliegen noch anschließen.
Viele gute Argumente für eine Unterschrift liefern die Kommentare auf der Petitionsseite und unter dem Blogbeitrag „2254 muss bleiben: Deutschlandradio will demokratischste Radiosendung Deutschlands einstellen“ vom 7. Juni. Aber auch Intendant Willi Steul selbst hat mit seinem Interview in der Stuttgarter Zeitung vom 29. Juni eine Steilvorlage für die Petition geliefert, bezeichnete er darin die Nachtsendung doch als „Fremdkörper im Programm“.
Online anhören kann man noch die letzte Sendung vom 20. Juni 2014 sowie einige ältere Sendungen. Leider wird das Archiv nach und nach gelöscht.
Abgelehnt hat der Intendant übrigens den Antrag von Thomas Rudek auf Offenlegung der sogenannten „Mapping-Studie“ zur „Programmreform“ des Deutschlandradios nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG). Wahrscheinlich werden Hörerinnen und Hörer ihren Anspruch auf Transparenz beim deutschlandradio nun einklagen.
Geantwortet hat Steul hingegen dem Verein „Ständige Publikumskonferenz“. Dabei gab er allerdings andere Zahlen zu den Anrufversuchen bei 2254 an als zuvor Programmdirektor Andreas-Peter Weber in der Sendung „Im Gespräch“ am 21. Juni.
Die meisten Antworten des Senders auf Publikumsbeschwerden sind übrigens selbstbeweihräuchernder „Werbesprech“. Da ist von „Flottenstrategie“ und einem „runderneuerten Programm“ die Rede. Dummdreist behaupten die Verantwortlichen gar, am Dialog mit der Hörerschaft sei ihnen sehr gelegen.
Führen wollen sie diesen Dialog dann aber „zeitgemäß“ auf Facebook. Radiomacher erklären ihr ureigenstes Medium so indirekt für „verzichtbar“. Abgesehen davon ist die Datenkrake Facebook nicht barrierefrei.
Viele Hörerinnen und Hörer fühlen sich von den Verantwortlichen beim Deutschlandradio systematisch verschaukelt. Respekt gegenüber Gebührenzahlern sieht eigentlich anders aus.
Zwei Schreiben fassen die Kritik am ignoranten Vorgehen des Intendanten und seiner willigen Helfer beispielhaft zusammen: Der Brief von Franz-Josef Hanke an den Intendanten Willi Steul und der Diskussionsbeitrag von Günter-Erich Kerschke zur 3. Sitzung des Hörfunkrats an dessen Vorsitzenden Frank Schild bringen viele wichtige Argumente auf den Punkt. Gleiches gilt auch für den Audio-Mitschnitt der Veranstaltung „Wem gehört das Radio?“ der Humanistischen Union (HU) am 5. August in Marburg.
Alle Aktivitäten der Petenten zielen zunächst auf die Wiederaufnahme der nächtlichen Diskussionssendung „2254“ ins Programm von Deutschlandradio Kultur ab. Darüber hinaus geht es aber auch um den Umgang der Verantwortlichen in den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunkanstalten mit den Hörerinnen und Hörern. Offenbar betrachten sie die Gebührenzahler noch nicht als die eigentlichen Eigentümer der Sender.
Das muss sich ändern. Wem sonst wären Intendant, Programmdirektor und die Gremien der Öffentlich-Rechtlichen Rundfunkanstalten verpflichtet als der Meinungsfreiheit und der Hörerschaft?
Demokratie im Radio bedarf einer vielstimmigen Debatte unterschiedlichster Meinungen. Wer nicht jeden Tag immer wieder die gleichen „üblichen Verdächtigen“ im Interview hören möchte, der sollte bis spätestens 7. September die Petition „Rettet 2254“ unterschreiben.

Ein Gedanke zu “Noch 20 Tage zum Unterschreiben: Viele gute Argumente für die Petition #rettet2254

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s